Station 29: Im Norden

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Rund um die Pfingsttage hat es mich in den Norden gezogen.

Als erstes habe ich eine Freundin in der Nähe von Lübeck besucht, welche dort eine Kindertagespflege betreibt. Da ich meine Polaroid dabei hatte, musste ich einfach den Kindern diese kleine Zauberei zeigen. Es ist sowieso ein Phänomen, dass ich meist nur in Gesellschaft von anderen Sofortbilder mache. Auf jeden Fall war es ein Spaß und jeder durfte mal fotografieren, rausziehen oder abziehen.

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Danach ging es über Schwerin nach Rostock, wo ich von Jens (Wohnzimmerstudio) abgeholt wurde. Im Rahmen von KunstOffen durfte ich als Gast bei der Ausstellung „Ambivalenz“ mitmachen. Neben den Bildern von Jens Carstensen konnte man auch noch die analogen Arbeiten von Michael Zieschang und Alex Winkel anschauen, welche alle komplett unterschiedlich fotografieren. Mein Ausstellungsbeitrag zum Thema war ein bedrucktes Kissen eines Architekturdetails. Es war ein Versuch, quasi ein Foto zum kuscheln, welchen ich eventuell noch weiter und konzeptioneller ausbauen werde.

Ich möchte mich auf diesem Weg auch nochmal ganz herzlich vor allem bei Jens und auch allen anderen für die tolle Zeit und das Unterhaltungsprogram bedanken.  Könnte nun passieren, dass ich mich mal wieder in den Norden aufmache um die Gegend weiter zu erkunden.

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Station 28: London

janalog-unterwegsSo besonders viel gibt es nicht über London zu schreiben. Für die Dauer des Aufenthalts war ich ziemlich wenig in Ausstellungen und hab mich mit der örtlichen Szene nicht ganz so sehr auseinandergesetzt. Inzwischen ist der Aufenthalt auch schon ein Monat vorbei.

Es ging zwar jeden Tag bei wirklich ziemlich gutem Wetter mit der Kamera raus, die Bilder sind jedoch noch in ihrer Reife-Phase. Das ist die Phase in welcher man nicht weiß ob man die entstandenen Fotos mag oder eher am liebsten in die Tonne kloppen möchte. In diesem Stadium kommen die Bilder wieder weg und warten auf eine eventuelle Wiederentdeckung. Denn manche Bilder sind einfach wie Käse, sie müssen reifen bis die Zeit dafür passt.

Mit Marco Wittkopf ging es in die Photographers Gallery, welche jeden Tag vor 12 Uhr freien Eintritt bietet. Neben einigen Reportrageserien gab es auch ein paar Dia-Installationen zu sehen, welche mich zur Zeit gerade ziemlich faszinieren. Die Arbeiten mit Fotografie und Text von Sophie Calle hatten es auch in sich, vor allem da ich ihre Arbeiten sehr schätze und noch nie „in echt“ gesehen hatte. Im Untergeschoss findet man zudem einen Shop mit tollen Büchern und Film, die Auswahl ist recht gut!

Jedoch gibt es hier einen günstigeren Ort für den analogen Einkauf, welchen wir ganz zufällig entdeckten: West End Cameras. Kameras, Filme, Chemie, Entwicklung vor Ort…..alles auf kleinstem Raum. Sehr schön! Aber hier wurde (leider) auch nur geguckt. Zudem ist mir auch aufgefallen, dass es auf vielen Märkten in ganz London Stände mit analogen Kameras gibt. Kann man natürlich interpretieren wie man möchte…..19075287_10211736712726320_823093853_n

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Am Tag vor meiner Abreise gab es noch einen Photowalk vom London Alternative Photography Collective. So zogen wir durch die Straßen, wobei ich hier recht wenig fotografiert habe. Zudem hatte ich leider ein paar sprachliche Hemmungen an diesem Tag, so dass ich weniger plauderte als normal üblich. Schade, denn so kam von der Aktion einfach nicht so besonders viel Austausch rum.

 

 

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