Station 29: Gastsemester Medienkunst – Fotografie

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Ich habe nun eine ziemlich lange Zeit damit gehadert, ob ich die Aktivitäten meines Gasthörer-Semesters an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe auch hier auf den Blog veröffentlichen möchte. Für eigene Stationen waren mir die einzelnen Exkursionen zu wenig und irgendwie war es ein spezieller Rahmen, doch nun ist das Semester rum und ich möchte nun alles als diese Station versuchen zusammenzufassen.

Exkursion 1:  Frankfurt am Main
Hier ging es als erstes ins Städel Museum zur großen Becherschüler-Ausstellung „Fotografien werden Bilder„. Danach machten wir uns auf den Weg ins Portikus, dies ist eine tolle kleine Ausstellungshalle auf einer Maininsel, wo wir unter anderem auch die Arbeit von unserer Professorin Susanne Kriemann ansehen konnten. Hier wurden insgesammt drei Künstler ausgestellt, welche jeweils eine Dia-Installation zeigten. Für mich persönlich war dieses eine große Motivation mich endlich (mehr) mit Dias zu beschäftigen, da mir die Präsentationen sehr gut gefallen haben.

Exkursion 2: Stuttgart
Wir trafen uns im Glaskasten, bzw. im Stuttgarter Kunstmuseum, wo wir vor allem die Ausstellungen der drei Preisträgerinnen vom Sparda-Kunstpreis anschauten. Zwar hatten die Arbeiten im ganzen Museum eher wenig mit Fotografie zu tun, doch es tut sehr gut mal über den Tellerrand zu schauen. Denn Fotokunst sind nicht nur Bilder in Passepartout und Rahmen, sondern die gesammte Präsentation. Hier lernt am meisten, wenn man sich nicht nur Fotos anschaut.
Danach ging es über den Platz zum Württembergischen Kunstverein zu einer Kuratorenführung von der Ausstellung Tito’s Bunker. Diese Gruppenausstellung, in welcher ich meine kleine Serie „Die Schatten ihrer Ausstellung“ aufnahm, gab es ziemlich viele verschiedene tolle Präsentationen und Installationen. Hier wurde mir auch mal wieder bewusst wie wichtig Hintergrundwissen zu künstlerischen Arbeiten ist – ein Aspekt an welchem ich gerade noch zu knabbern habe.

Exkursion 3: Berlin
Als Erstes ging es hier in die Retrospektive von Sybille Bergemann, die Mitbegründerin der Ostkreuz Agentur und Frau von Arno Fischer, von welcher ich zuvor noch nichts bewusst gehört hatte. Die Ausstellung befand sich in den Reinbeckhallen und war recht klassisch mit Passepartout in schwarzem Rahmen gehängt. Doch es gab auch zwei sehr große Bilder direkt auf der Wand, dessen Präsentation super zu dieser großen Halle passte. Im hinteren Bereich gab es einen Film über sie, welchen ich ziemlich interessant fand und merkte wieder, dass ich (solche) Fotos auch oft erst im Kontekt der jeweiligen Biografieren/Leben interessant finde.

Als nächstes stand die Berlinische Galerie an, hier wurde eine Ausstellung über Reisefotografie „Die fotografierte Ferne“ gezeigt. Diese fand ich persönlich ziemlich interessant, gerade die verschiedensten Ansätze. Jedoch gewannen die gezeigten Bilder nur durch den danebenstehenden Text über den jeweiligen Künstlern und seinen Fotos. Es waren einige ziemlich interessante fotografische Ansätze aus verschiedenen Jahrzehnten zu sehen.

Am nächsten Tag ging es zu Susanne Kriemann in’s Studio, wo wir im Rahmen der Berlin Field School zusammen mit Studenten aus Kanada ein gemeinsames Programm hatten. Nach gegenseitigem kennenlernen kamen Banu Cennetoglu sowie etwas später auch Akinbode Akinbiyi mit in die Runde. Beides sind Künstler der diesjährigen Dokumenta, jedoch mit verschiedensten Ansätzen. Die nicht fotografischen Arbeiten von Cennetoglu sind ziemlich politisch, dagegen sind die Fotos von Akinbiyi sehr erzählerisch, vor allem wenn er diese kommentiert. Er ist ein begnadeter Geschichtenerzähler, sodass diese oftmals besser waren als die dazugehörigen Aufnahmen. Er ist ein sehr sympatischer Mensch, mir vielleicht auch deshalb, da er auch mit einer Rolleiflex fotografiert.

Rundgang der HfG

Im Rahmen des Seminars „Untitled Archive“ beschäftigten sich einige Studierende mit dem Bildarchiv des ehemaligen Kernforschungzentrums Karlsruhe. Zwar war ich auch ab und an anwesend, aber hatte nicht die Zeit und Motiation mich mit der Archivarbeit zu beschäftigen. Im Rundgang der HfG wurde im Zimmer der Fotoklasse ein kleiner Einblick in den aktuellen Zwischenstand gegeben. Ich bin sehr gespannt was aus den ganzen Ansätzen noch wird!

In eigener Sache: Dauergast
Nun noch etwas in eigener Sache, da ich dieses Thema nicht aussen vor lassen möchte.
Mir hat das Gasthörerstudium so gut gefallen, dass ich versucht habe auch als richtige Studentin dort angenommen zu werden. Trotz vielen Bemühungen von allen Seiten, um welche ich wirklich sehr dankbar bin, reicht mein Bildungsstand leider nicht um an der HfG studieren zu können. Es wird eine volle Hochschulreife gefordert, ich habe jedoch nur die Fachhochschulreife. Auch meine Ausbildung, mein angefangenes Studium etc. reichen nicht aus um dort Medienkunst studiern zu können.

Es ist ziemlich frustierend, da es für meine Situation gerade ziemlich gut wäre hier auch studiern zu können. Aber ich werde wohl erstmal als Gasthörerin weiter machen, auch wenn ich hier nichts offizielles angerechnet bekomme und nach 4 Semestern Schluss ist. Nebenher halte ich jedoch die Augen nach einem anderen Studienort offen, denn der Austausch mit Gleichgesinnten ist mir sehr wichtig und ziemlich inspirierend für meine eigenen Arbeiten. Ich könnte mir kein normales Arbeitsleben vorstellen, da muss auf jedenfall nebenher Imput von Aussen in den Kopf!

Station 29: Im Norden

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Rund um die Pfingsttage hat es mich in den Norden gezogen.

Als erstes habe ich eine Freundin in der Nähe von Lübeck besucht, welche dort eine Kindertagespflege betreibt. Da ich meine Polaroid dabei hatte, musste ich einfach den Kindern diese kleine Zauberei zeigen. Es ist sowieso ein Phänomen, dass ich meist nur in Gesellschaft von anderen Sofortbilder mache. Auf jeden Fall war es ein Spaß und jeder durfte mal fotografieren, rausziehen oder abziehen.

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Danach ging es über Schwerin nach Rostock, wo ich von Jens (Wohnzimmerstudio) abgeholt wurde. Im Rahmen von KunstOffen durfte ich als Gast bei der Ausstellung „Ambivalenz“ mitmachen. Neben den Bildern von Jens Carstensen konnte man auch noch die analogen Arbeiten von Michael Zieschang und Alex Winkel anschauen, welche alle komplett unterschiedlich fotografieren. Mein Ausstellungsbeitrag zum Thema war ein bedrucktes Kissen eines Architekturdetails. Es war ein Versuch, quasi ein Foto zum kuscheln, welchen ich eventuell noch weiter und konzeptioneller ausbauen werde.

Ich möchte mich auf diesem Weg auch nochmal ganz herzlich vor allem bei Jens und auch allen anderen für die tolle Zeit und das Unterhaltungsprogram bedanken.  Könnte nun passieren, dass ich mich mal wieder in den Norden aufmache um die Gegend weiter zu erkunden.

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Station 28: London

janalog-unterwegsSo besonders viel gibt es nicht über London zu schreiben. Für die Dauer des Aufenthalts war ich ziemlich wenig in Ausstellungen und hab mich mit der örtlichen Szene nicht ganz so sehr auseinandergesetzt. Inzwischen ist der Aufenthalt auch schon ein Monat vorbei.

Es ging zwar jeden Tag bei wirklich ziemlich gutem Wetter mit der Kamera raus, die Bilder sind jedoch noch in ihrer Reife-Phase. Das ist die Phase in welcher man nicht weiß ob man die entstandenen Fotos mag oder eher am liebsten in die Tonne kloppen möchte. In diesem Stadium kommen die Bilder wieder weg und warten auf eine eventuelle Wiederentdeckung. Denn manche Bilder sind einfach wie Käse, sie müssen reifen bis die Zeit dafür passt.

Mit Marco Wittkopf ging es in die Photographers Gallery, welche jeden Tag vor 12 Uhr freien Eintritt bietet. Neben einigen Reportrageserien gab es auch ein paar Dia-Installationen zu sehen, welche mich zur Zeit gerade ziemlich faszinieren. Die Arbeiten mit Fotografie und Text von Sophie Calle hatten es auch in sich, vor allem da ich ihre Arbeiten sehr schätze und noch nie „in echt“ gesehen hatte. Im Untergeschoss findet man zudem einen Shop mit tollen Büchern und Film, die Auswahl ist recht gut!

Jedoch gibt es hier einen günstigeren Ort für den analogen Einkauf, welchen wir ganz zufällig entdeckten: West End Cameras. Kameras, Filme, Chemie, Entwicklung vor Ort…..alles auf kleinstem Raum. Sehr schön! Aber hier wurde (leider) auch nur geguckt. Zudem ist mir auch aufgefallen, dass es auf vielen Märkten in ganz London Stände mit analogen Kameras gibt. Kann man natürlich interpretieren wie man möchte…..19075287_10211736712726320_823093853_n

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Am Tag vor meiner Abreise gab es noch einen Photowalk vom London Alternative Photography Collective. So zogen wir durch die Straßen, wobei ich hier recht wenig fotografiert habe. Zudem hatte ich leider ein paar sprachliche Hemmungen an diesem Tag, so dass ich weniger plauderte als normal üblich. Schade, denn so kam von der Aktion einfach nicht so besonders viel Austausch rum.

 

 

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KunstOffen 2017 – Ambivalenz – Rostock

Ich bin Teil eines spannenden Projektes. In Rostock und Umgebung ist am Pfingstwochenende nämlich „KunstOffen“ und in dem Rahmen hat Jensens Wohnzimmerstudio offen. Meinen Beitrag hab ich bisher noch nicht gesehen, ein Experiment trashiger Bildpräsentation.
Je nach Laune kommt noch ein kleiner gesprochener Textbeitrag von mir am Sonntag……

WANN?  3+4. Juni 2017 // jeweils 12 – 17 Uhr
WO? Jensens Wohnzimmerstudio // Aleksis-Kivi-Straße 12 // Rostock

Mehr Informationen über die Veranstaltung bei FB

13.5.17 – London – Alternative Photography Photo-Walk

Nächste Woche werde ich nach London gehen und dies hab ich zum Anlass genommen um dem London Alternative Photography Collective zu schreiben, ob nicht interesse an einer kleinen Aktion bzw. einem Treffen bestünde. Daraus resultiert nun die Planung eines Photospazierganges in London.

East End Alternative Photography Photo-Walk
Wann? 13.5.2017 // 13 Uhr
Wo? St John on Bethnal Green

Weiter Informationen findet ihr beim Facebook-Event….