10. fineartforum Paderborn

faf-2019Auch dieses Jahr ist wieder fineartforum in Paderborn, bzw. „Familientreffen“ – so fühlt es sich inzwischen für mich an.  Ich werde das fünfte Jahr dabei sein und auch in diesem Jahr gibt es einen kleinen Vortrag von mir zum Thema:

Fotografie im erweiterten Sinne
Zeit: Samstag, 5. Oktober 2019, 13:30 Uhr bis 14:30 Uhr
Ort: Studio im Obergeschoss
Die gelernte Fotografin Jana Dillo kehrte letztes Jahr ihrem Beruf den Rücken zu, um an der Folkwang
Universität der Künste in Essen Fotografie zu studieren. „Aber wieso, sie sei doch schon Fotogran? “,
wurde sie des Öfteren gefragt. Darum geht sie in diesem Vortrag auf ihre Arbeitsweisen und Interessen
in der Fotografie ein und erklärt, wieso sie sich vom reinen Foto immer weiter entfernt.

Kommt vorbei!

nicht mehr janalog unterwegs?

janalog-unterwegsMir wurde gerade beim überfliegen älterer Beiträge bewusst, dass ich nun seit dem März 2018 keine „janalog unterwegs“ Beiträge mehr geschrieben habe. Da es letztes Jahr eine Pause durch die BILD___reise gab, kam es zu einer unüberwindbaren Unterbrechung. Doch ich frage mich selbst, wieso ich es nicht wieder aufgenommen habe? Gerade seit dem Beginn meines Fotografie-Studiums habe ich einige Ausstellungen angesehen, doch darüber nicht wirklich etwas geschrieben. Nicht einmal über das letzte fineartforum, da gab es nur eine kleine Ankündigung.

Wenn ich so darüber nachdenke, dann taucht eigentlich nur ein Grund dafür auf: Ich habe keine Lust. Also, keine Lust darüber zu schreiben – Ausstellungen besuche ich auch weiterhin sehr gerne. Doch da ich nun in NRW wohne und hier eine ziemlich große Dichte an Ausstellungen habe, ist es nichts besonderes mehr. Als ich noch gearbeitet habe, da bin ich oft am Wochenende irgendwo in Deutschland hingefahren um Ausstellungen, Veranstaltungen oder Menschen zu besuchen.

Gerade letzteres habe ich letztes Jahr 9 Wochen am Stück gemacht, was eine tolle Erfahrung war. Doch wie ich schon an anderer Stelle schrieb, ich bin gerade irgendwie nicht sehr nach außen gerichtet. Das fällt evtl durch die zeitlichen Lücken hier im Blog auf. Mal schauen ob und was da noch kommen wird…..

Stationen 33: Hamburg, Mannheim, FFM

janalog-unterwegs

Wieder war ich nicht größer weg, sondern nur am Rande oder spontan mal wieder hier und dort. Dies wird zudem vorerst der letzte Beitrag in dieser „janalog unterwegs“-Reihe sein, nach der Fotowalz geht es weiter.

HAMBURG – Ein Zwischenstop wurde dafür genutzt um in meine beliebten Deichtorhallen, bzw. ins Haus der Fotografie, zu gehen. Dort fand nämlich die „Gute Aussichten Deluxe“ statt und man konnte wieder viele unterschiedliche Ansätze sehen. Das tolle an diesen gemischten Ausstellungen finde ich immer, dass man gedanklich so schön aufgemischt wird. Auch sieht man hier nicht einfach nur Bilder an der Wand, sondern verschiedenste Interpretationen (mit) der Fotografie.
Ich bin an den Arbeiten von Tamara Lorenz, Stephan Tillmans, Stephanie Schröder und Markus Uhr hängen geblieben. Vor allem Stephanie Schröders Videoarbeit hat mich sehr beeindruckt. Es ist quasi eine Art Video Tagebuch namens „40h, max. 2 Monate“ in welchem sie ihre Maßname (vom Arbeitsamt?) begleitet und die dazu entstehenden Gedanken verarbeitet. Es ist völlig abstrus ein Künstlerleben in derartige Schienen zu lenken, bzw. lenken zu wollen. Die Gedanken enden irgendwann in einer Stockfotografie Recherche zu Schlagwörtern wie z.B. Harz IV und decken interessante Sachen auf.

MANNHEIM – In der Ten Gallery gab es „Patina“ von Erik Clewe zu sehen. Etwa 9 farbige Analogfotos, welche „Lost Places“ etwas anders zeigen als normal. Mir hat die Serie sehr gefallen, es hätten jedoch etwas mehr Fotos sein können – ich kann mich an solchen Strukturen doch nie satt sehen. Im Ausstellungsort gibt es zudem ganz viele Fotobücher zum schmökern und kaufen.
Weiter ging es ins Zephyr um die Fotos von Rimaldas Vikšraitis, einem litauischen Fotografen, anzuschauen. Mensch waren das durchaus düstere und trashige Fotos, aber seine Selbstportraits/Selbstinszenierungen haben mir ziemlich gut gefallen!

FRANKFURT A.M. – Hier huschte ich nach einem Termin, welcher direkt daneben stattfand, mal schnell ins Fotografie Forum Frankfurt. Mich zog vor allem die Ausstellung von Jaromír Funke, Fotograf der Avantgarde, an. Hier durfte ich sehr schöne Licht-Schatten-Fotografien sehen, welche sehr fein inszeniert wurden. Es war wirklich eine grafische und visuelle Freude für meine Augen. Doch auch der andere Ausstellungsteil zeigte sich als interessanter als gedacht.
»OPAVA SCHOOL. NahSichten« zeigte verschiedenste Serien von Fotografen des Instituts für kreative Fotografie aus Opava. Hier gab es eine sehr große vielfalt zu sehen. Doch die meisten Arbeiten wurden nicht an den Wänden gezeigt, sondern in einem durchlaufenden Film. Der ging zwar sehr lange, aber es lohnte sich da mal etwas sitzen zu bleiben. Aber da die Namen der Fotografen nur kurz am Anfang gezeigt wurde, konnte ich mir hier leider keine Namen notieren…..

<-Station 32: Porto

Station 32: Porto

janalog-unterwegsDiese Woche verbrachte ich einige Tage in Porto. Es war zwar eigentlich kein „Fotourlaub“, doch irgendwie hat sich daraus einiges entwickelt. Wortwörtlich. Ich habe nämlich von einem Bekannten den Tipp eines Fotoladens bekommen. Eigentlich wegen dem Sortiment an analogen Kameras, doch im Vorfeld entdeckte ich schon die günstigen Entwicklungspreise im Internet und so konnte ich dort die ersten drei Filme entwickeln lassen.
Máquinas de Outros Tempos haben mir auf den nächsten Tag zwei Farbfilme sowie einen SW-Film für 7 Euro entwickelt. Man findet hier auch viele analoge Kameras, doch ich muss zugeben diese nicht wirklich intensiv betrachtet zu haben – ich brauch ja nichts.

WICHTIG: Die Negative, so hab ich nachträglich festgestellt, sind absolut nicht gut behandelt worden. Fingerabdrücke, Kratzer, Verschmutzungen……

IMG_5785_klein

Auf der Suche nach dem Laden ist mir aufgefallen, dass es in der gleichen Straße, Rua dos Mártires da Liberdade, noch weitere entsprechende Läden gibt. Gleich neben Máquinas de Outros Tempos gibt es Lomography Embassy Porto mit den entsprechenden Lomo-Kameras. Etwas weiter den Berg runter gibt es Câmaras & Companhia mit einigen analogen Kameras im Schaufenster, aber ich bin in die anderen Läden nicht rein.

Etwas ganz feines ist das Centro Português de Fotografia (C.P.F.), welches in einem ehemaligen Gefängnis befindet. Der Eintritt ist kostenlos. Das Gebäude ist sehr beeindruckend und verwinkelt. Ganz oben befindet sich eine Kamerasammlung und in den anderen Räumen findet man verschiedenste Ausstellungen. Am meisten hat mich unten die Ausstellung Extraños von Juan Manuel Castro Prieto beeindruckt.

Zu guter letzt war ich auch noch, im Touristenziel Nr. 1, in der Bibliothek Livraria Lello und habe mein „4-Euro-Eintritt-Gutschein“ in ein Buch mit fotografischen Essays Luigi Ghirri investiert. Ein weiteres fototheoretisches Buch für die Bibliothek.

<- Station 31: Das Leben im hier und da |

Station 31: Das Leben im hier und da

janalog-unterwegs

Es ist etwas still, ich bin zwar immer noch viel unterwegs, aber dies sind keine großen Stationen. Hier möchte ich mal ein kleinen Rückblick über das hier und da der letzten Monate geben. Leider konnte ich wegen Krankheit nicht nach Berlin zur AnalogueNOW, was eigentlich ein Pflichttermin für mich war. Schade. Aber:

Biennale für aktuelle Fotografie – MA, HD, LU
Fast genau vor der Nase fand vor einigen Wochen diese Veranstaltungsreihe statt. Dafür habe ich es meiner Meinung nach jedoch viel zu wenig genutzt. Trotzdem habe ich es zum Podiumsgespräch #hallofotografie geschafft, bei welchem der Künstler Thomas Blank moderierte. Dort fanden sich zudem Gäste ein wie Lina Ruske, Paul Müller, Michael Biedowicz, Sylvia Ballhause, Katja Mayer und Jan Schmolling. Es ging um fotografische Bildungsarbeit und die jeweiligen Personen stellten ihre Arbeit und Projekte vor.
Diese Veranstaltung fand in den Räumen des Wilhelm-Hack-Museums statt, doch da ich an dem Abend nur am Rande den dortigen Ausstellungsteil von „farewell photography“ sah, musste ich nochmal hin. Leider war dies am vorletzten Tag der Aussellung und ich konnte mir die anderen Ausstellungsteile, welche auf verschiedenen Orten verteilt waren, nicht ansehen.
Hier jedoch ein paar Künstler, welche mir aufgefallen sind:

Demo Sedimentaciones Web from oscar muñoz on Vimeo.

Vesko Gösel
Rosa Barba
Peter Miller

Zudem hab ich noch bei Sabine Alex und der mobilen Dunkelkammer vorbei geschaut, welche im Rahmen der Biennale Mitten in Ludwigshafen stand. Dort konnte man sich mit einer Großformatkamera fotografieren und die Bilder gleich entwickeln lassen.

Es schlichen sich auch noch zwei Veranstaltungen der Partner- bzw. Nebenveranstaltung OFF/Foto mit ein. Eine Vernissage über Brutalismus von Gregor Zoyzoyla in Heidelberg sowie ein Workshop über „Strategien zur Präsentation und Vermarktung eigener Werke“ von der Galeristin Kim Behm in Mannheim.

fineartforum Paderborn
Dieses Jahr bin ich das erste Mal mit einer Gruppe nach Paderborn gefahren. Wir hatten eine gemeinsame Ferienwohnung und waren für eine kurze Zeit wie eine Foto-WG. Das war sehr schön und irgendwie auch dominierend. Ich war somit etwas in dieser Gruppe (positiv) „gefangen“, bzw. fühlte mich eher etwas verpflichtet, denn immerhin hatte ich die drei mitgeschleppt. So fanden gefühlt weniger durchmischte Gespräche statt. Ich hatte selbst auch einen kleinen Programmpunkt mit meiner „Sehgymnastik“ und empfand es wieder mal wie ein Familientreffen. Leider hab ich mit vielen nicht so viel gesprochen wie ich wollte und auch meine Fotowalz „Bild____reise“ kam irgendwie nicht so an wie erhofft. Aber, es war trotzdem schön – die Menschen machen es einfach immer aus!

Der Rest des Jahres sieht ziemlich ruhig aus, bald gibt es auch dann wieder einen Rückblick auf das gesamte Jahr.

<- Station 30: Gastsemester Medienkunst-Fotografie  | Station 32: Porto ->