Jahresrückblick 2017

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Ich hab das Gefühl, dass dieses Jahr gar nicht so sehr fotografisch war, aber das kann auch täuschen. Immerhin habe ich einen fotografischen Job und beschäftige mich so gut wie jeden Tag mit der Fotografie. Aber dieses Jahr kam eine recht theoretische Komponente mit ins Spiel. Ich hab mich schriftlich und gedanklich fast mehr mit der Fotografie beschäftigt als tatsächlich zu fotografieren. So landeten folgende Texte hier auf dem Blog (mehr gibt es im „janalog“): Mit Stativ, ohne mich, Sonntagabend-Gedanken, Kamerageschichte I

Dieses Jahr habe ich zwei Interviews gegeben. Einmal stellte mir Kay Adams für analogue4you ein paar Fragen und dann wurden sogar digitale Bewegtbildaufnahmen von mir gemacht. Auch wurde der „Liebesbrief an meine Rolleiflex“ in der Photoklassik veröffentlicht. Neben so viel Öffentlichkeit zog ich mich aber auch gerne mal zurück und ärgerte mich selbst über das 12-12-12 Projekt, wo gerade bei meinem Bild ein mysteriöser Fehler auftauchte. So kam es, dass ich mich viel mit Büchern zu fotografischen Fehlern sowie pädagogischen Konzepten beschäftigte und sich daraus die „Sehgymnastik“ entwickelte. Ein Beispiel kam im Frühjahr sogar auf den Blog, mit dem Thema „Ich sehe was, das du nicht siehst“ und ich durfte im November auf dem fineartforum in Paderborn ein paar Menschen mit meinen Ideen dazu ärgern.

Das Thema mit den Menschen zog sich zudem das ganze Jahr schon durch, denn am Lochkameratag starteten wir zu viert auch eine kleine Aktion, welche von mir den Namen Loch und Löcher bekam. Endlich wurde die Dunkeljammer lebendig und wird inzwischen von verschiedensten Leuten genutzt. Ich redete mit Kay Adams über die Fotografie (und noch weiteren Fotografen – ist nur noch nicht alles online) und besuchte als Gasthörerin an der HfG Karlsruhe Seminare und Exkursionen zu Medienkunst/Fotografie.

Ansonsten habe ich mich noch dazu entschieden meine schon ewigen Gedanken zu einer fotografischen Walz mit der BILD____reise 2018 endlich in die Tat umzusetzen.

Meine Kamerageräusche schlummern jedoch immer noch recht unangetastet auf der Festplatte, da noch eine große Sammlung fehlt und ich dieses Jahr größere Phasen der Motivationslosigkeit hatte.
Doch zum Glück gibt es einige Menschen, welche an meine Ideen und Projekte glauben. An alle die sich angesprochen fühlen ein dickes Danke!

Projekte und Pläne 2017 Die geplanten Seiten von einem neuen Notizbuch wurden nicht geschrieben. Das alte „Janalog“ hat nun noch dieses Jahr gereicht und das ist eigentlich auch gut so. Aber immerhin wurde die Dunkelkammer zu einem Arbeitsort und es wird fleißig entwickelt, doch auch da gibt es noch Potenzial zu mehr Aktivität.

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Film-Adventskalender

Auf die Dekoration hatte ich keinen EinflussIch habe vor einigen Wochen einen ganzen Sack voller Farbfilme geschenkt bekommen. Da ich diese nicht aufbrauchen kann und möchte, verschenke ich auch mal gerne den ein oder anderen Film. Die aktuelle Jahreszeit brachte mich auf die Idee einen Adventskalender zu basteln. Doch da kaum einer soooo viele Farbfilme braucht versteckt sich hinter dem ein oder anderen Türchen auch etwas anderes oder eingeschmuggelte SW-Filme.

 

 

(Für die Deko auf dem Bild bin ich nicht verantwortlich)

Station 31: Das Leben im hier und da

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Es ist etwas still, ich bin zwar immer noch viel unterwegs, aber dies sind keine großen Stationen. Hier möchte ich mal ein kleinen Rückblick über das hier und da der letzten Monate geben. Leider konnte ich wegen Krankheit nicht nach Berlin zur AnalogueNOW, was eigentlich ein Pflichttermin für mich war. Schade. Aber:

Biennale für aktuelle Fotografie – MA, HD, LU
Fast genau vor der Nase fand vor einigen Wochen diese Veranstaltungsreihe statt. Dafür habe ich es meiner Meinung nach jedoch viel zu wenig genutzt. Trotzdem habe ich es zum Podiumsgespräch #hallofotografie geschafft, bei welchem der Künstler Thomas Blank moderierte. Dort fanden sich zudem Gäste ein wie Lina Ruske, Paul Müller, Michael Biedowicz, Sylvia Ballhause, Katja Mayer und Jan Schmolling. Es ging um fotografische Bildungsarbeit und die jeweiligen Personen stellten ihre Arbeit und Projekte vor.
Diese Veranstaltung fand in den Räumen des Wilhelm-Hack-Museums statt, doch da ich an dem Abend nur am Rande den dortigen Ausstellungsteil von „farewell photography“ sah, musste ich nochmal hin. Leider war dies am vorletzten Tag der Aussellung und ich konnte mir die anderen Ausstellungsteile, welche auf verschiedenen Orten verteilt waren, nicht ansehen.
Hier jedoch ein paar Künstler, welche mir aufgefallen sind:

Demo Sedimentaciones Web from oscar muñoz on Vimeo.

Vesko Gösel
Rosa Barba
Peter Miller

Zudem hab ich noch bei Sabine Alex und der mobilen Dunkelkammer vorbei geschaut, welche im Rahmen der Biennale Mitten in Ludwigshafen stand. Dort konnte man sich mit einer Großformatkamera fotografieren und die Bilder gleich entwickeln lassen.

Es schlichen sich auch noch zwei Veranstaltungen der Partner- bzw. Nebenveranstaltung OFF/Foto mit ein. Eine Vernissage über Brutalismus von Gregor Zoyzoyla in Heidelberg sowie ein Workshop über „Strategien zur Präsentation und Vermarktung eigener Werke“ von der Galeristin Kim Behm in Mannheim.

fineartforum Paderborn
Dieses Jahr bin ich das erste Mal mit einer Gruppe nach Paderborn gefahren. Wir hatten eine gemeinsame Ferienwohnung und waren für eine kurze Zeit wie eine Foto-WG. Das war sehr schön und irgendwie auch dominierend. Ich war somit etwas in dieser Gruppe (positiv) „gefangen“, bzw. fühlte mich eher etwas verpflichtet, denn immerhin hatte ich die drei mitgeschleppt. So fanden gefühlt weniger durchmischte Gespräche statt. Ich hatte selbst auch einen kleinen Programmpunkt mit meiner „Sehgymnastik“ und empfand es wieder mal wie ein Familientreffen. Leider hab ich mit vielen nicht so viel gesprochen wie ich wollte und auch meine Fotowalz „Bild____reise“ kam irgendwie nicht so an wie erhofft. Aber, es war trotzdem schön – die Menschen machen es einfach immer aus!

Der Rest des Jahres sieht ziemlich ruhig aus, bald gibt es auch dann wieder einen Rückblick auf das gesamte Jahr.

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