Stationen 33: Hamburg, Mannheim, FFM

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Wieder war ich nicht größer weg, sondern nur am Rande oder spontan mal wieder hier und dort. Dies wird zudem vorerst der letzte Beitrag in dieser „janalog unterwegs“-Reihe sein, nach der Fotowalz geht es weiter.

HAMBURG – Ein Zwischenstop wurde dafür genutzt um in meine beliebten Deichtorhallen, bzw. ins Haus der Fotografie, zu gehen. Dort fand nämlich die „Gute Aussichten Deluxe“ statt und man konnte wieder viele unterschiedliche Ansätze sehen. Das tolle an diesen gemischten Ausstellungen finde ich immer, dass man gedanklich so schön aufgemischt wird. Auch sieht man hier nicht einfach nur Bilder an der Wand, sondern verschiedenste Interpretationen (mit) der Fotografie.
Ich bin an den Arbeiten von Tamara Lorenz, Stephan Tillmans, Stephanie Schröder und Markus Uhr hängen geblieben. Vor allem Stephanie Schröders Videoarbeit hat mich sehr beeindruckt. Es ist quasi eine Art Video Tagebuch namens „40h, max. 2 Monate“ in welchem sie ihre Maßname (vom Arbeitsamt?) begleitet und die dazu entstehenden Gedanken verarbeitet. Es ist völlig abstrus ein Künstlerleben in derartige Schienen zu lenken, bzw. lenken zu wollen. Die Gedanken enden irgendwann in einer Stockfotografie Recherche zu Schlagwörtern wie z.B. Harz IV und decken interessante Sachen auf.

MANNHEIM – In der Ten Gallery gab es „Patina“ von Erik Clewe zu sehen. Etwa 9 farbige Analogfotos, welche „Lost Places“ etwas anders zeigen als normal. Mir hat die Serie sehr gefallen, es hätten jedoch etwas mehr Fotos sein können – ich kann mich an solchen Strukturen doch nie satt sehen. Im Ausstellungsort gibt es zudem ganz viele Fotobücher zum schmökern und kaufen.
Weiter ging es ins Zephyr um die Fotos von Rimaldas Vikšraitis, einem litauischen Fotografen, anzuschauen. Mensch waren das durchaus düstere und trashige Fotos, aber seine Selbstportraits/Selbstinszenierungen haben mir ziemlich gut gefallen!

FRANKFURT A.M. – Hier huschte ich nach einem Termin, welcher direkt daneben stattfand, mal schnell ins Fotografie Forum Frankfurt. Mich zog vor allem die Ausstellung von Jaromír Funke, Fotograf der Avantgarde, an. Hier durfte ich sehr schöne Licht-Schatten-Fotografien sehen, welche sehr fein inszeniert wurden. Es war wirklich eine grafische und visuelle Freude für meine Augen. Doch auch der andere Ausstellungsteil zeigte sich als interessanter als gedacht.
»OPAVA SCHOOL. NahSichten« zeigte verschiedenste Serien von Fotografen des Instituts für kreative Fotografie aus Opava. Hier gab es eine sehr große vielfalt zu sehen. Doch die meisten Arbeiten wurden nicht an den Wänden gezeigt, sondern in einem durchlaufenden Film. Der ging zwar sehr lange, aber es lohnte sich da mal etwas sitzen zu bleiben. Aber da die Namen der Fotografen nur kurz am Anfang gezeigt wurde, konnte ich mir hier leider keine Namen notieren…..

<-Station 32: Porto

Filme suchen eine Kamera

FIlme suchen eine Kamera
In der letzten Zeit fanden immer wieder abgelaufene, bzw. nicht mehr benötigte Filme zu mir. Inzwischen sind es so viele, dass ich diese selbst nicht aufbrauchen kann und möchte. Es handeln sich nämlich vor allem um Farbnegativ-Kleinbildfilme, welche ich sehr selten nutze.
Von daher sehe ich mich gerade als eine Art Auffangstation für kameralose Filme mit Vermittlungsfunktion.

Ich möchte ab und zu je 5 gemischte KB-Filme abgeben. Diese werden dann verlost um jedem eine Chance auf diese Filme zu geben.
Zwar geht es mir nicht um Geld und ich nehme die entstehenden Versandkosten gerne auf mich, doch ich möchte darauf aufmerksam machen, dass es in der „Szene“ viele Menschen gibt die mit Herzblut für ihre Sache einstehen – was aber manchmal ohne finanzielle Mittel nicht geht. Damit möglichst viele von dieser Aktion etwas haben würde ich mir wünschen, dass der/die EmpfängerIn im Sinn eines „Geben und Nehmens“ handelt. Die Interpretation meines Gedankens steht jedoch frei.
Ich persönlich dachte da zum Beispiel an (eine Stunde) Zeit für Lichtdruck oder ähnlichen Projekte.
Teilnahme per Mail an aussage@janalog.de (Betreff: Filme suchen eine Kamera)

Projekte und Pläne 2018

Willkommen im neuen Jahr. Die Zahl ist noch ungewohnt und man hat ein (ganz kleines) bisschen das Gefühl, dass man kurz auf Stop gedrückt hätte und nun frisch anfangen darf. Auch wenn das durchaus etwas irrt. Ich arbeite seit Dezember nun schon an weiteren Aufnahmen der Botanik-Serie und an zwei Mappen für Studienbewerbungen. In diesem Bereich geht es bei mir nahtlos weiter.
Gerade an einem Studienplatz bin ich schon länger dran, aber ohne Abitur ist das Ganze nochmal etwas kniffliger – auch wenn es Kunststudiengänge sind. Ich hoffe da ergibt sich dieses Jahr etwas, denn es kribbelt so sehr unter meinen Nägeln. Zudem ist es mal wieder Zeit für einen Ortswechsel.

Ansonsten ist die BILD___reise, die fotografische Walz, etwas, was mich im ersten Teil des Jahres hauptsächlich beschäftigen wird. Ich plane hier schon seit einigen Wochen und freu mich wirklich sehr darauf aus meinem Alltag, wenn man es überhaupt so nennen darf, auszubrechen und neue Menschen kennen lernen zu dürfen.

Zudem bin ich gespannt auf mein neues Notizbuch, denn das „Janalog“ ist nach 3 Jahren endgültig voll. Mein neues Notizbuch wird auf den Namen „Janalogie“ hören und wieder all mein Geschreibsel ertragen müssen.

 

Jahresrückblick 2017

Jahresrückblicke 2014 | 2015 | 2016

Ich hab das Gefühl, dass dieses Jahr gar nicht so sehr fotografisch war, aber das kann auch täuschen. Immerhin habe ich einen fotografischen Job und beschäftige mich so gut wie jeden Tag mit der Fotografie. Aber dieses Jahr kam eine recht theoretische Komponente mit ins Spiel. Ich hab mich schriftlich und gedanklich fast mehr mit der Fotografie beschäftigt als tatsächlich zu fotografieren. So landeten folgende Texte hier auf dem Blog (mehr gibt es im „janalog“): Mit Stativ, ohne mich, Sonntagabend-Gedanken, Kamerageschichte I

Dieses Jahr habe ich zwei Interviews gegeben. Einmal stellte mir Kay Adams für analogue4you ein paar Fragen und dann wurden sogar digitale Bewegtbildaufnahmen von mir gemacht. Auch wurde der „Liebesbrief an meine Rolleiflex“ in der Photoklassik veröffentlicht. Neben so viel Öffentlichkeit zog ich mich aber auch gerne mal zurück und ärgerte mich selbst über das 12-12-12 Projekt, wo gerade bei meinem Bild ein mysteriöser Fehler auftauchte. So kam es, dass ich mich viel mit Büchern zu fotografischen Fehlern sowie pädagogischen Konzepten beschäftigte und sich daraus die „Sehgymnastik“ entwickelte. Ein Beispiel kam im Frühjahr sogar auf den Blog, mit dem Thema „Ich sehe was, das du nicht siehst“ und ich durfte im November auf dem fineartforum in Paderborn ein paar Menschen mit meinen Ideen dazu ärgern.

Das Thema mit den Menschen zog sich zudem das ganze Jahr schon durch, denn am Lochkameratag starteten wir zu viert auch eine kleine Aktion, welche von mir den Namen Loch und Löcher bekam. Endlich wurde die Dunkeljammer lebendig und wird inzwischen von verschiedensten Leuten genutzt. Ich redete mit Kay Adams über die Fotografie (und noch weiteren Fotografen – ist nur noch nicht alles online) und besuchte als Gasthörerin an der HfG Karlsruhe Seminare und Exkursionen zu Medienkunst/Fotografie.

Ansonsten habe ich mich noch dazu entschieden meine schon ewigen Gedanken zu einer fotografischen Walz mit der BILD____reise 2018 endlich in die Tat umzusetzen.

Meine Kamerageräusche schlummern jedoch immer noch recht unangetastet auf der Festplatte, da noch eine große Sammlung fehlt und ich dieses Jahr größere Phasen der Motivationslosigkeit hatte.
Doch zum Glück gibt es einige Menschen, welche an meine Ideen und Projekte glauben. An alle die sich angesprochen fühlen ein dickes Danke!

Projekte und Pläne 2017 Die geplanten Seiten von einem neuen Notizbuch wurden nicht geschrieben. Das alte „Janalog“ hat nun noch dieses Jahr gereicht und das ist eigentlich auch gut so. Aber immerhin wurde die Dunkelkammer zu einem Arbeitsort und es wird fleißig entwickelt, doch auch da gibt es noch Potenzial zu mehr Aktivität.

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