10 Gebote für den Camerabesitzer

Folgende „10 Gebote“ wurden in den Agfa Photoblättern (11/1929,12/1928) abgedruckt und haben mich so fasziniert, dass ich diese einfach abtippen musste. Diese Vermenschlichung ist genau nach meinem Geschmack.

  1. Behandle deine Camera wie ein weibliches Wesen! Denn es heißt ja doch „die“ Camera.
  2. Putze sie öfter, damit sie jung und schön bleibt, und du deine Freunde an ihr hast!
  3. Schmücke sie mit einem dauerhaften Kleid (genannt Ledertasche), damit sie vor Staub, Regen und Stoß geschützt ist!
  4. Laß sie nicht herumliegen, damit nicht andere ihre rohe Kraft an ihr auslassen!
  5. Verlange von ihr keine Leistungen, für die nur Spezialcameras bestimmt sind!
  6. Verleih sie nie! Sie kann solche Behandlung nicht vertragen und ist meist lazarettfähig, wenn sie überhaupt zurückkommt.
  7. Nimm sie nicht mit zu Kneiptouren! Das stört den (ge)häuslichen Frieden und kostet meist ein neues Kleid (Lederbezug).
  8. Nimm sie nicht auseinander! Deine Frau kannst du auch nicht ohne Schaden operieren.
  9. Putze ihr Auge nur mit einem weichen Leinenlappen oder ähnlichen Stoff, damit es nicht erblindet!
  10. Wer seine Camera lieb hat, läßt sie – nicht – zu Hause, weil sie sonst bei jeder guten Aufnahmegelegenheit fehlt.

Fragende Gedanken (2018)

Ein kleiner Einblick in Notizen aus dem „janalog“ von 2018. Fragen, welche mir öfters im Kopf herum schwirren.

.Bedeutet Angst bei der Fotografie (Aufnahme), dass einem das Motiv von Bedeutung ist?

.Bedeutet „Hier gibt es nichts zu fotografieren“ dies wirklich, oder ist man dazu einfach nicht bereit? Bedarf es einer Foto-Stimmung?

.Warum hat man Foto-Ausreden? Schlechtes/Falsches Licht, keine Motive, schlechtes Wetter etc?

.Warum und wie verändert sich der eigene Blick, mit und ohne Kamera, im Alltag?

.Gibt es Unterschiede auf Fotospaziergängen, wenn man die Kamera im Rucksack, um die Schulter oder in der Hand hat?

.Wie weit darf, soll und kann man für die Umsetzung seiner Ideen gehen?

.Wie wichtig sind die Geschichten, Umstände und Ereignisse um das Bild (bei der Aufnahme) herum für eben dieses?

.Muss man die Frage nach dem „Warum“, also dem Existenzgrund eines Bildes, beantworten könen?

.Reifen manche Bilder wie Käse und werden mit der Zeit besser? – Oder entwickeln wir uns dahingehend weiter? Wieso hilft die Zeit so oft dabei?

.Wer hat dieses Bild, mit welcher Absicht, gemacht?

.Wie leicht lässt sich die Bedeutung eines Bildes verschieben?

.Was ist mehr wert? Das Einzelbild, in „perfekter“ Ausarbeitung oder die Idee, das Konzept, welches dahinter steckt?

.Was war bei Serien als erstes da? Die Idee bzw. das Konzept oder das erste Bild?

GfphE – Film und Ausstellung

bildreise_logoVor bald einem Jahr ging die Zeit der BILD____reise zu Ende und in genau einem Monat sieht man ein kleines Nebenprodukt daraus. Ich war nämlich bei den Edeldruckern auf dem Jahrestreffen und hab beim Dreh des Infofilmes geholfen, welcher am 13 + 14. Juli die Ausstellung auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz begleiten wird.