Bin ich noch janalog?

Vor ein paar Tagen ist mir aufgefallen, dass die Texte unter dem Menüpunkt „dahinter“ gar nicht mehr meiner Arbeitsweise entsprechen. Daher habe ich die schon ein paar Jahre alten Texte überarbeitet. Dabei tauchte in meinem Kopf die Frage auf, ob ich meinen Blog wirklich noch janalog nennen kann. Denn inzwischen kann ich meinen früheren Standpunkt kaum mehr vertreten.

Zwar war ich nie so dogmatisch, dass ich nichts digitales zugelassen habe – alleine meine langjährige Arbeit als Bildbearbeiterin hat mich immer in diesem Bereich gehalten. Doch ich arbeite immer seltener klassisch in der Dunkelkammer. Richtige Handprints von realen Motiven, aus der vermeintlichen Wirklichkeit, interessieren mich kaum noch. Das Interesse am Material und der Thematik wird jedoch immer intensiver. So tauche ich inzwischen gerne in alte Fotolehrbücher ein und nutze Material und Zubehör aus der analogen (zum Teil vergangenen) Fotografiewelt um damit Arbeiten und Ideen zu realisieren, welche oft gar nicht mehr auf reine Fotografien als Endprodukt aus sind.

Ich beschäftige mich mit Bewegtbildern, Tönen und Geräuschen, Worten und Texten sowie mit Quellen der Fotogeschichte und Theorie.

Meine Instrumente

„Und dieses Instrument, der Fotoapparat, ist in Wirklichkeit so einfach;
nur die Leute, die etwas davon verstehen, haben alles so kompliziert gemacht“

Alexander Spörl – Mit der Kamera auf du

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Die Polaroidwand

Ausstellung GFJK Gesellschaft der Freunde junger Kunst

Ausstellung GFJK Gesellschaft der Freunde junger Kunst

 

Es sind weder meine Polaroids/Sofortbilder, noch war es meine Ausstellung. Jedoch ist es seit einigen Jahren ein kleiner Traum von mir gewesen, eine Wand mit den alten Polaroids von Dirk Altenkirch zu bekleben. Letzten Sommer war er Teil einer Gruppenausstellung in Baden-Baden und zusammen mit Michelle Mantel planten wir seine Ausstellungsbeteiligung, welche neben dieser Arbeit noch zwei weitere Installationen beinhaltete.

Mit der Polaroidwand ging somit ein kleiner Traum in Erfüllung, auch wenn es eine große Arbeit war. So sortierte ich die Architekturfotos aus seinem Polaroidarchiv, bevor die etwas über 800 Polaroids im Zufallsprinzip an die Wand geklebt wurden.