Blickkontakt mit mir selbst

Das Bild beziehungsweise die Fotografie wird im Ausstellungskontext meist schön passpartouiert, gerahmt und hinter Glas ausgestellt. Der wertvolle Druck bzw. Handabzug soll somit, am besten so archiv- und farbsicher wie möglich, vor Umwelteinflüssen geschützt werden.
Doch wird das Foto hier nicht ziemlich stark aus dem Leben gezogen? Ein Medium, welches doch genau für diese lebensnahe und „realistische“ Wiedergabe bekannt und geschätzt ist.
Man steckt es mit Passepartout und Rahmen in eine spezielle Situation um es hochwertiger wirken zu lassen. Wird das Einzelbild dies dadurch tatsächlich oder ist es ein aufgezwungener Schein?

Meiner Meinung nach passiert hier jedoch noch etwas schwerwiegendes, denn das schützende Glas, es betrifft auch das sogenannte Museumsglas, legt sich wie eine „durchsichtige“ Haut über das Foto. Doch der durchsichtige Schein trügt, bzw. ganz im Gegenteil: Er präsentiert die knallharte Gegenwart in seiner Spiegelung.
Je nach Standpunkt sieht man sich trotz Museumsglas selbst an. Man selbst kann eigentlich zwar entscheiden, welches der beiden Bilder man fokussieren möchte – aber die gespiegelte Realität drängt sich dem Betrachter doch geradezu auf!
Durch diese Präsentationsart wird oft ein sehr störendes Doppelbild geschaffen – alleinig aus Schutzgründen gegenüber dem Bild?
Ich persönlich finde es fies gegenüber dem Bild, die unmögliche Situation zu schaffen, dass man sich nicht alleine auf eben dies konzentrieren kann.

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Adventskalender 23

Heute ich zwar schon der 24ste, aber gestern hab ich es total verbummelt. Ich war unter anderem in fotografischer Mission in Köln unterwegs um noch an einer Aufgabe für mein Studium zu arbeiten. Zudem war ich mit einer Freundin im Käthe Kollwitz Museum. Dort war eine Ausstellung von Eva Besnyö zu sehen.
Leider gab mir die Ausstellung nicht so viel, aber es muss einen ja auch nicht jedes Mal umhauen. Aber es waren durchaus nette Bilder dabei.

Adventskalender 22: In Ausstellungen

Es wird demnächst ein Text zu diesen Bildern folgen. Diese sollen erstmal die eigenen Gedanken anregen.
Sie sind in der Jeff Wall Ausstellung in Mannheim, sowie der Bauhaus-Foto Ausstellung in Düsseldorf entstanden.
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Adventskalender 17

Gestern war ich in der Bauhaus-Fotografieausstellung im NRW-Forum Düsseldorf.
Meiner Meinung nach lohnt sich der Besuch auf jeden Fall! Mein Mitbringsel von diesem Ausflug ist folgendes Zitat von László Moholy-Nagy, welches sich super auf den 15. Adventskalenderbeitrag beziehen lässt:

„Der Feind der Fotografie ist die Konvention, die festen Regeln >Wie man es macht<.
Die Rettung der Fotografie erfolgt durch das Experiment.“
-László Moholy-Nagy

Dieses Zitat kanne ich davor nicht und greift in so wenigen Worten meine komplette Einstellung zur Fotografie zusammen.

Was nebenher geschah

1. Ausstellung:
Während ich auf Reisen bin passiert nebenher einiges. Als ich vorletztes Wochenende auf den Darmstädter Tage der Fotografie rumsprang, hing eine Arbeit von mir in guter Gesellschaft im Porzellanikon Selb (Bayern) während der dortigen Museumsnacht. Leider konnte ich nicht selbst anwesend sein, deswegen gilt mein Dank besonders dem Benjamin für die Organisation und das hängen meines Bildes. Weitere Eindrücke gibt es bei analog4you!

Kunstnacht_Selb2. Veröffentlichung
Inzwischen wurde auch das Journal No. 5 der STIFTUNG PHOTOGRAPHIE schwarzweiß von Martin Kulinna veröffentlicht, in welchem Pflanzenbilder von Rob de Jong und ein Teil meiner Botanik-Serie zu finden sind. Dafür habe ich Dezember und Januar noch einige neue Aufnahmen von Gewächshäusern gemacht, welche bisher nur dort zu finden sind.
Erhältlich ist es für 10€  HIER

BILD folgt