Polaroid Land Camera 230

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Wer meine Fotografie schon etwas länger verfolgt wird sicher festgestellt haben, dass ich zur Zeit fast nur Sofortbilder aufnehme. Ich habe mich gefragt wieso das so ist, denn eigentlich sind diese vom Prinzip fast schon equivalent zur digitalen Fotografie. Man drückt auf den Auslöser und hat sofort ein Bild. Der Unterschied besteht für mich jedoch im physischen Wert sowie Charakter des Papierbildes, der Unperfektheit. Es ist in dieser Form ein Original und kann nicht so leicht, bzw. nur in anderer Form, vervielfältigt werden. Ein digitales Bild besteht von Anfang an aus Nullen und Einsen, ein „Polaroid“ nicht. Ich digitalisiere das Sofortbild nur um es online zeigen zu können. Es werden davon keinerlei (digitalen) Prints hergestellt, da sonst der Charakter verloren ginge.

Jedoch hat diese Art der analogen Fotografie einen weiteren Reiz. Man hat nicht nur das typische Polaroid, sondern kann von der Negativseite noch wunderbare Abdrücke machen sowie ein Negativ herstellen. Mit diesem Negativ hat man zwar die Möglichkeit Vergrößerungen, sprich Vervielfältigungen, herzustellen, doch bleibt das Original immer bestehen. So einen Abzug vom Sofortbild-Negativ stellt nur eine weitere Ebene dieser Aufnahme dar. Von einer Aufnahme hat man somit drei Motiv-Ebenen, welche verschieden wirken.

Mit dieser Kamera bin ich etwas eingeschränkt, da ich nur ein fest eingebautes Objektiv habe. Doch dies ist eine durchaus willkommene Herausforderung. Zudem muss ich kein weiteres Zubehör mit mir herumschleppen. Lediglich das Filmmaterial sowie die fertigen Aufnahmen müssen sicher transportiert werden. Doch oft lege ich mir vor einem Streifzug eine volle Kassette mit Filmmaterial, sprich 10 Aufnahmen, ein und beschränke mich auf diese Anzahl.

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Polaroid SX-70 -> Schemen

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Diese zwei Polaroids gehören zu dem bisher einzigsten und wahrscheinlich letzten von mir genutzten Packen Impossible für die SX-70, da mir die Kamera nicht liegt. Wie ich finde sind jedoch aus Fehlern ganz interessante Aufnahmen entstanden.

Polaroid, oh Polaroid

Ich konnte letzte Woche meine Leidenschafen für Bücher und Fotografie vereinen, indem ich der Fotobibliothek in Winterthur einen Besuch abstattete. Inspiriert von einem Stapel Literatur über Polaroids und der sympatischen Schweizer Stadt, probierte ich mich ein bisschen aus. Hier mal ein paar meiner Lieblingsstücke.

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Storyteller

Sofortbild, 2013

Sofortbild, 2013

Storyteller – Pastateller

Dies ist die Geschichte meines Lebens als Teller.
Ich wurde gekauft, da ich so schön schlicht bin. Perfekt für Pasta, sagte der Verkäufer. Und nun?
Die meiste Zeit stehe ich im Schrank und werde nicht benutzt.
Jedoch sind die Alltagsteller mit ihren Lebensbedingungen um einiges schlechter dran und ganz und gar nicht glücklich. Sie werden grob mit Messer und Gabel traktiert und Essensreste trocknen fies an ihren Oberflächen, wenn sie nicht sofort nach dem Essen gereinigt werden. Zudem musste ich gestern mitansehen, wie ein anderer Teller beim abtrocknen zu Bruch ging. Was für ein schrecklicher Anblick – All die Scherben!

Ich sehe schön aus und habe viel Ruhe, mehr brauche ich nicht. Hoffentlich bleibt dies auch so!